Microsoft und irrelevant

Durch das ganze Apple gehype ist auch immer mal wieder zu lesen wie irrelevant Microsoft doch ist. Ed Butt hat sich das mal angesehen und in seinem Blog darüber geschrieben.

Gemixt hat er das mit der Analyse (beruhend auf Internetnutzer) von Net Market Share.

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(credits to Ed Butt)

 

Oh, look! Worldwide, 8% of all desktop/portable computer users are still running the hated, reviled Windows Vista. That’s more than all users of OS X and Linux combined.

And, of course, if you add up the number of Windows XP users (dominated by enterprises) and Windows 7 (mostly consumers and small businesses), the percentage is more than 10 times the total of all OS X and Linux users combined.

That’s from a worldwide base of nearly 1.5 billion traditional computers—PCs and Macs.

Pretty good for an irrelevant company.

Windows 8 Logo

Microsoft hat ihr neues Logo zu Windows 8 veröffentlicht. Der nette Sam Mureau (“Principal Director of User Experience for Windows”) hat sich darüber im Blog von den Windows Jungs ausführlicher geäußert.

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Erstellt wurde das nicht von Microsoft selbst, sondern von Pentagram. Ein Schwergewicht in der Branche, das auch regelmäßig für Großkonzerne arbeitet, ihren Hauptsitz in London hat und dazu noch weitere Büros in New York, Austin und Berlin.

Als Paula Scher ihre ersten Skizzen und Entwürfe Microsoft vorlegte, fragte sie:

Your name is Windows. Why are you a flag?

Eine Berechtigte Frage. Deshalb sieht das neue Logo auch jetzt weniger wie ne lustige, bunte Flagge aus, sondern vielmehr wie ein Fenster. Zudem ist natürlich noch der Zusammenhang zu den sogenannten Tiles vom Microsofts neuen Metro Design herzustellen.

Als kleines Extra gibt es in dem Beitrag auch noch die bisherige Logovergangenheit präsentiert und kurz erklärt.

Free with in-app sales

Gerade wieder eingefallen: Das Board of Innovation hat mal ne ganz lustige Präsentation online gestellt – 10 business models that rocked 2010.

Insgesamt ne sehr zufriedenstellende, zustimmende Präsentation. Vieles ist vorhersehbar, logisch und nachvollziehbar. Bei Punkt 4 ziehts mir jedoch alles zusammen.

Free with in-app sales” – Auf deutsch: kostenlos bis du dich daran gewöhnt hast, dir was aufgebaut hast, es dir Spaß macht und du abhängig bist und dann wirst du zur Kasse gebeten ohne vorher darauf hingewiesen zu werden.

All das erinnert ein wenig an irgendwelche Schachbretter, Flugzeugträger und Co die früher im Fernsehen beworben wurden: “Holen sie sich jetzt die erste Ausgabe für nur 1,50 DM und bekommen sie den König gratis dazu!” Wenn man jetzt das erste oder die ersten paar günstigen Ausgaben kauft ist man mehr oder weniger darauf angewiesen auch den Rest zu kaufen (sonst wär ja alles fürn A.. die Katz!). Dann steigt der Preis plötzlich auf 6, 7, 8, 9, 10 oder noch mehr DM pro Figur und zähneknirschend muss man jetzt entweder alles kaufen ohne zu wissen was der nächste Teil kostet oder zugeben, dass die ganze Idee ein wenig blöd war, einlenken und eben das Geld “rauswerfen”.

Hier nicht anders. Meine letzten zwei Kandidaten waren Drag Racing und Tip-Off Basketball. Beides großartige Spiele. Bis man eben auch hier zur Kasse gebeten wird.

Oft funktioniert das System recht einfach. Man brauch irgendwelche Erfahrungspunkte oder eine interne Währung. Irgendwann allerdings sind die Dinge die man unbedingt zum weiterkommen braucht so unverschämt teuer, dass man förmlich dazu gezwungen wird jetzt dafür die echte Währung hinzulegen. Oder Tip-Off Basketball macht es da noch unverblümter: Um ins Level 9 zu kommen muss man den Erfolg “Buy one item in the shop” erreichen. Naja.

Was die PC-Spiele Industrie schon lange gelernt hat (Nur EA hängt wieder ein wenig hinterher mit dem aktuellen Beispiel Need for Speed World, was auch dementsprechend in den Medien angemerkt wird – GameStar Titel: Umsonst, nicht kostenlos), muss hier die Mobile Industrie noch lernen: Zu Beginn lässt sich hier zwar ein wenig Geld verdienen. Die langfristige Reputation, sowie auch langfristig das Geld verdienen wird hierbei nicht erreicht. Und wie man an der Uni lernt: Nur Sustainability will man im Unternehmen haben!

Wie man es besser macht zeigt hingegen in der PC-Industrie Team Fortress 2 (und auch die GameStar Wertung) und in der Mobile Industrie Meganoid Free sowie Angry Birds.

Bei Team Fortress 2 kann man sich lustige Helme und mehr kaufen um seinen Charakter noch toller zu machen – was den kostenlosen Mitspielern allerdings kein Bein bricht. Bei Meganoid Free wird sofort in der Beschreibung darauf hingewiesen, was in der kostenlosen Version zur kostenpflichtigen unterschiedlich ist (Werbung und Level überspringen), trotzdem hat man stundenlang Spaß und es tut den kostenlosen Spielern nicht wirklich im Spielspaß weh. Dasselbe bei Angry Birds: Auch hier kann man so nen komischen Vogel kaufen um Level zu überspringen.

Und wem das nicht genug ist: Auf dauer schadet das sogar den App-Stores! Wer immer nur enttäuscht wird von solchen Apps, der wird immer weniger die App-Stores benutzen und schlussfolgernd dann wahrscheinlich auch weniger Kohle liegen lassen.

tl;dr: Free with in-app sales hat lediglich die kurzfristigen Umsatzzahlen 99% der Apphersteller gerockt. Deren Reputation hat es geschadet, weil die Undurchsichtigkeit (und damit das Gefühl des Veräppeln-worden-seins der Nutzer) überwiegt. Auf Dauer schadet es sogar den App-Stores!

Pirate Bay und 3D Druck

The Pirate Bay hat heute ne extra Kategorie für “Physibles” angelegt und dazu auch nen schönen Blog Eintrag geschrieben.

Damit wird nun auch von ner ganz großen Zentrale das Zeitalter des 3D-Drucks eingeleitet.

Zufälligerweise behandeln wir gerade in der Uni in der Veranstaltung “Innovation Technology 2” dieses Thema maßgeblich und ich schreib ne kleine Case Study über die Horn Systemhaus GmbH aus Kulmbach die da trotz ihrer Größe und nur 8 Mitarbeitern recht groß mitmischen. Back to topic:

Der interessante Knackpunkt an dem Filesharing der 3D-Druckdateien via BitTorrent ist allerdings ein ganz anderer:

Wenn man bedenkt wie rasend schnell sich diese Technologie entwickelt, dauert es nicht mehr lange, bis man auch Metall drucken kann. Hinzu kommt noch, dass die Drucker auch recht schnell immer günstiger werden und mittlerweile fast schon für den Hausgebrauch geeignet sind. Heraus kommt eine einfache Waffenherstellung für jede Privatperson welche eine Datei aus dem Internet herunterladen kann.

Solche Dinge sind gerade auch wichtige Dreh- und Angelpunkte der Forschung. Es sollen hier Methoden entwickelt werden um genau solche Effekte zu verhindern.

Wer sich dafür interessiert was die Dinger heute schon können sollte sich dieses Video ansehn:

Warum noch Alben?

Warum gibt es eigentlich noch Alben? Oder wie lange noch?

Durch das Internet und dem Long Tail der Musikindustrie ändert sich nämlich nicht nur viel für kleine Künstler, sondern auch für Größere etwas.

“Früher” (oder heute) war es wahrscheinlich auch irgendwo nötig ein ganzes Album zu erstellen, da die Kosten zur Herstellung der Datenträger auch irgendwie gerechtfertigt werden müssen. Sogar bei Singles sind meist 4-5 Tracks mit drauf, wovon meist alle bis auf den Haupttrack recht schrott sind – aber so kann man wenigstens den Preis (den man braucht zur Herstellung!) rechtfertigen.

Aber im Internet gibt’s keine wirklichen Datenträger mehr. Also warum noch Alben?

Android Design – Wow!

Die Apps aus den Stores von Android, iOS, WP7 haben meist ein Problem: Design.

Viele Apps haben grauenhafte Oberflächen. Unübersichtlich, überladen, falsch angeordnet, etc. Auch die User die mit Design nichts am Hut haben bemerken das sofort.

Andererseits sind die meisten Apps auch nicht von großen Weltkonzernen die sich Designschulungen leisten können und die gute Designer anheuern können, sondern von kleinen Entwicklern die das zuhause basteln aus Langeweile oder weil sie ein Bedürfnis danach haben.

Deswegen zieht Google jetzt die Reißleine und veröffentlicht einen Guide. Einen Guide für besseres Design. So viel vorweg: Das hat Bibelqualität!

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Der Name der Geschichte: Android Design

Jeder Designer oder Designbegeisterte wird eine riesen Freude daran haben.

Wenn man davon ausgeht, dass Google die wahrscheinlich eine besten Designer der Welt hütet, dann kann man sagen, dass einige der besten Designer der Welt sich hier zusammengesessen haben, über Designgrundsätze gesprochen haben, das veranschaulicht und aufbereitet haben und nun kostenlos der Öffentlichkeit bereitstellen. Obendrauf gibts noch die hochkarätige Android Schrift Roboto kostenlos dazu.

Wer denkt hier gehts nur um App Oberflächen hat sich gewaltig getäuscht. Die meisten “Glaubensgrundsätze” sind recht grundlegend und allgemein gehalten. Man kann sie mindestens noch auf Webdesign übertragen!

Wer sich für Oberflächen, GUIs, Webdesign, Appdesign, Mobile Design oder ähnliches interessiert:

Def must read!

SaaS-Flut im Unternehmen

Ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung wie das in größeren Unternehmen/Konzernen/wieauchimmer abläuft, aber in den Unternehmen die ich leite, benutzen wir eine Vielzahl an einzelnen Services von verschiedenen Websites (u.a. natürlich auch um Kosten zu sparen – logisch). Sei es Office365, Google Docs, Google Analytics, verschiedene Verkaufsplattformen, verschiedene Hostingplattformen, Twitter, Facebook, eigene Homepage, eigener Shop und so könnt ich gerade ewig weitermachen.

Das Problem: Man hat tausend Accounts, tausend Logins, tausend Passwörter und Mitarbeiter an die man das alles verteilen muss.

Bei einem kleineren Projekt das gerade noch in der Aufbauphase ist und bisher nur die Geschäftsführer/Gesellschafter dabei ist, stellt das erstmal keine große Herausforderung. Wenig Accounts, alle Mitarbeiter haben volle Zugriffe auf alle Accounts. Bei größeren sieht das schon anders aus. Man wird ziemlich schnell vor jede Menge Herausforderungen gestellt:

  • Wie behalte ich den Überblick?
  • Wie speichere ich Passwörter und Accounts in Listen und Tabellen bestmöglichst ab um sie sicher zu gestalten und gleichzeitig die mit kurzen Zugriffszeiten (so viele Passwörter und Accounts kann sich niemand merken)
  • Wie erhalte ich die Passwort- und Accountsicherheit?
  • Wie vergebe ich an welche Personen welche Rechte?
  • Wie behalte ich den Überblick über die Personen und Rechte?
  • Wie gestalte ich meine E-Mails um möglichst eine gute Struktur zu erhalten und damit auch den Überblick zu verbessern?
  • Wie motiviere ich Mitarbeiter dazu das alles zu nutzen auch wenn sie tausend Logins und tausend Passwörter dafür haben?
  • […]

Auch hier könnte ich ewig so weiter machen. Insbesondere kleinere Unternehmen nutzen sehr viele kostenlose SaaS, da Lizenzkosten zu den großen Brüdern viel zu groß sind, sie häufig benutzerfreundlicher sind und nicht zuletzt: Trotzdem meist den Großteil genauso gut können.

Okta ist jetzt ein Unternehmen die genau diese ganzen Probleme lösen soll.

Man besitzt einen Okta Account und kann darüber auf einen Klick auf all seine anderen Webservices zugreifen. Der Administrator fügt alle Accounts mit den Accountdaten dort ein und kann für Mitarbeiter Okta Accounts erstellen. Diesen Okta Accounts können dann wiederum die eingespeisten Acconts zugeordnet – und somit Rechte vergeben – werden.

Ich habs noch nicht wirklich probiert und ein wichtiger Punkt ist inwieweit nicht unterstützte Seiten auch benutzt werden können. Irgendwie kams so rüber als könne man jede beliebige Seite einfügen und sie fügen sowieso schon wöchentlich neue Services hinzu. Letztendlich habe ich trotzdem noch meine Zweifel.

tl;dr – Hier gibts n Video: